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Peter Pan

Inhalt


Wendy Darling und ihre Brüder John und Michael leben in einer ganz normalen Familie. Fast normal, denn das Kindermädchen der Familie ist ein Hund namens Nana.

Eines Nachts, als die Eltern Darling außer Haus sind, gelangt Peter Pan, der Junge, der nie erwachsen wird, auf der Suche nach seinem Schatten ins Haus der Familie. Er wird begleitet von der kapriziösen Fee Glöckchen.

Peter erzählt den Darling-Kindern von Nimmerland, wo er mit den verlorenen Kindern zusammen lebt. Sie alle fielen als Babys aus dem Kinderwagen und wurden von Feen nach Nimmerland gebracht. Dort haben sie es recht lustig - aber eines fehlt ihnen: Eine Mutter, die sie liebt und sich um sie kümmert.

Mit Hilfe von Feenstaub gelingt es den Darling-Kindern zu fliegen und sie begleiten Peter ins abenteuerliche Nimmerland.

Wendy wird dort mit ganzem Herzen die ersehnte Mutter für die verlorenen Kinder. Peter mimt den Vater, aber leider nimmt er es nicht ganz so ernst mit der Verantwortung. Schließlich ist er noch ein Junge und will seinen Spaß haben.

Es gibt auch noch andere Nimmerlands-Bewohner: Indianer, Feen und Nixen. Und Piraten. Die Piraten werden von den Kindern gefürchtet. Besonders böse ist ihr Anführer Kapitän Hook. Er hat vor nichts und niemandem Angst. Außer vor dem Krokodil, das einen Wecker verschluckt hat. Und daran ist Peter Pan schuld! Um sich an ihm zu rächen nimmt Hook die verlorenen Kinder gefangen.

Peter will die Kinder nicht ihrem grausamen Schicksal überlassen und stellt sich dem blutrünstigen Widersacher in den Weg. So kommt es zum erbitterten Kampf zwischen Kindern und Seeräubern - aus dem die Kinder als strahlende Sieger hervorgehen.

Doch irgendwann verspüren die Darling-Kinder Heimweh und vermissen ihre Eltern, so dass Peter sie schweren Herzens ziehen lässt. Auch die verlorenen Kinder kommen mit. Deren Freude ist groß, als sie von den Darlings adoptiert werden und nun in einer Familie aufwachsen können. Nur einer bleibt zurück in Nimmerland: Peter Pan, der Junge, der niemals erwachsen werden will.

Der Titelheld in Barries zauberhaftem Märchen begnügt sich nicht mit seiner Rolle als Kind, er wächst über die begrenzten Möglichkeiten eines Kindes hinaus. Mit verblüffender Einfühlung in die kindliche Phantasie beschwört Barrie eine Welt herauf, in der Wunschträume ebenso wie Alpträume Gestalt annehmen, in der aber kein Blut fließt. Peter Pan ist bis heute Kult - über alle Generationen hinweg.

Es gibt viele verschiedene Bühnenfassungen (etwa von Erich Kästner) und Musical-Interpretationen des Stückes. Peter Pan wurde auch mehrfach zu Zeichentrick- und Realfilmen verarbeitet. Sehr bekannt ist der Zeichentrickfilm von Walt Disney aus dem Jahr 1953.

Eine der populärsten Verfilmungen - "Hook" aus dem Jahr 1991 - ist eigentlich eine Fortsetzung der bekannten Geschichte und befasst sich mit dem erwachsenen Peter Pan, der hier von Robin Williams gespielt wurde. In der bisher einzigen deutschen Fernsehverfilmung von 1962 schlüpfte Kinderstar Michael Ande in die Titelrolle, Wendy wurde von Helga Anders gespielt.

Die Geschichte von Peter Pan bietet eine Vielzahl von Metaphern, die näheren Hinsehens bedürfen. So wundert es nicht, dass die Berufsgruppe der Psychologen und Psychiater sich mit Peter Pan näher beschäftigte und diverse wissenschaftliche Abhandlungen verfasste.

Mit dem "Peter-Pan-Syndrom" wird der männliche Neurotiker der Wohlstandsgesellschaft beschrieben mit seiner Unfähigkeit, Konflikte auszutragen und Bindungen einzugehen, mit seiner kindlichen Weigerung, Verantwortung zu übernehmen. Gemeint sind in erster Linie junge männliche Berufseinsteiger, die nicht akzeptieren wollen, schon erwachsen zu sein, die ihre Kindheit als noch nicht abgeschlossen betrachten.

Als weibliches Pendant dazu wurde das "Wendy-Dilemma" ausgemacht: Die Angst der Frauen, sie selbst zu sein. Das "Wendy-Dilemma" beschreibt Frauen, die ihre Männer bemuttern und darüber ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen vernachlässigen oder gar aufgeben.

So bietet dieser vermeintliche Kindermärchen-Stoff vielerlei Anknüpfungspunkte und Deutungsmöglichkeiten für psychische Beeinträchtigungen, die uns allen im Alltag begegnen können.

Conny Metz
 

 

Darsteller

Inhalt

Autor

Presse

 

  
Letzte Aktualisierung: 25.06.2011
  
  
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